10.03.2010
Nicht nur der Straßenverkehr wird für zahllose Igel zur tödlichen Falle, auch in Parks
und Gärten sind sie nicht sicher. Es sei denn, der Gartenbesitzer kennt die Gefahren und
beugt entsprechend vor.
Während in Gärten und Gartenanlagen der Winter buchstäblich weggefegt wird und
Besitzer oder Gärtner wieder Ordnung ins Grün bringen, säen und neu pflanzen, suchen
sich die aus dem Winterschlaf erwachten Igel geschützte Eckchen als Tagesschlaf– oder
Ruheplätze, die Weibchen auch geeignete Orte für sich und den Nachwuchs. Und zwar
genau dort, wo wir Menschen mit der Gartenarbeit beginnen.
Da ist der Komposthaufen, bei dessen Umsetzen mit einer Mistgabel die Tiere schwer
verletzt, sogar getötet werden können. Tellersense oder Kantenschneider finden in
Nischen, unter Hecken und Sträuchern Einsatz – genau da, wo sich Igel geschützt
fühlen. Auch Rasenmäher und Laubsauger werden oft zur qualvollen Todesfalle für Igel,
die sich im hohen Gras oder unter einer Laubschicht sicher wähnen.
Gefahr für Igelmütter und ihren Nachwuchs
Im Sommer und Herbst wächst das Risiko noch, denn ab August sind die Igelmütter vermehrt unterwegs, um sich ausreichend mit
Energie zu versorgen. Weibchen, die in diesen Wochen verunglücken, bedeuten den sicheren Tod der Igelbabys, die nackt, blind und
hilflos zur Welt kommen und ausschließlich von der Mutter aufgezogen werden. Die Kleinen selbst erobern sich ihre Welt im Alter von
knapp drei Wochen und sind dabei noch sehr ungeschickt.
Tipps für den igelfreundlichen Gärtner
Wenn Sie versehentliche Verletzungen ausschließen wollen, sollten Sie:
4.
Auf Laubsauger verzichten oder die Blasfunktion auf niedriger Stufe einsetzen, um Blätter unter Hecken zu blasen. Darin
befinden sich unzählige Kleinstlebewesen, die für Igel eine wichtige Nahrung sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, benutzt
keine gefährlichen Gartengeräte, die im naturbelassenen Garten auch nicht nötig sind.