Burglengenfeld*Maxhütte-Haidhof*Teublitz     Rollbahn 6, 93142 Maxhütte-Haidhof    
Wer Tiere quält, ist unbeseelt.
Und Gottes guter Geist ihm fehlt;
mag noch so vornehm drein er schauen,
man sollte niemals ihm vertrauen.
Johann Wolfgang von Goethe
           Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit
Tel.: 09471/3522  oder  09471/21070
In Gefangenschaft ausgeliefert
02.10.2011
Vor kurzem wurde ein Nilwaran in Schwandorf aufgefunden. Dieses exotische Tier, das
eine Größe von 2,30 m erreicht, wurde durch den Tierschutzverein Städtedreieck an einen
Spezialisten zur Pflege weitervermittelt.
Den Tierschutzverein Städtedreieck ereichten viele Anfragen von Bürgern wie es dem
Nilwaran geht und alle zeigten Unverständnis darüber das solche gefährlichen Tierarten
erworben werden können.
Viele Reptilien werden im Handel angeboten, obwohl über deren Leben im Freiland so
gut wie nichts bekannt ist. Unzählige Tierhalter experimentieren daher herum: Brauchen
die Tiere gleichmäßige Temperaturen oder große Temperaturunterschiede zwischen Tag
und Nacht?
Wie kann man sicherstellen, dass es im Terrarium nicht zu heiß wird? Welche Luftfeuchtigkeit ist die richtige? Manche Arten sind auf
spezielle Nahrung angewiesen, einige fressen nur lebende Insekten. Den Ansprüchen exotischer Tiere in Gefangenschaft gerecht zu werden
ist sehr schwer. Für viele dieser Tiere ist die private Haltung Quälerei – und viele Tierhalter sind überfordert.
Mit dem ethischen Anliegen des Tierschutzes ist es nicht zu vereinbaren, diese Exoten privat in Gefangenschaft zu halten.
„Die Energie- und Futterkosten für solche Exoten sind enorm hoch und es werden bestimmt in Zukunft noch mehr solcher Tiere
auftauchen wenn die steigenden Energiekosten von manchen Tierhalter nicht mehr bezahlt werden können“, so Peter Eberhardt,
Vorsitzender des Tierschutzvereins Städtedreieck.
Leitmotto zum Welttierschutztag 2010: ,,Rettet die Tierheime"
26.09.2010
Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. 0ktober ruft der Deutsche Tierschutzbund
und sein Mitglied der Tierschutzverein Städtedreieck e.V. das Leitmotto „Rettet die
Tierheime!“ aus. Damit stellt der Verband die derzeit existenzbedrohende Lage der
Tierheime in den Mittelpunkt.
Mit einem „Offenen Brief“ hatte sich Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen
Tierschutzbundes, an die Mandatsträger auf kommunaler Ebene gewandt, um
Unterstützung einzufordern. Zumindest auf Arbeitsebene finden mittlerweile
Gespräche mit den Spitzenverbänden statt, um an einer Lösung für das Problem zu
arbeiten. Aber das ist bei weitem nicht ausreichend.
,,Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen. Aber da wo die Tierheime öffentliche
Aufgaben übertragen bekommen, wie beispielsweise die Fundtierbetreuung, muss
die öffentliche Hand dafür auch kostendeckende Zuschüsse zahlen“, stellt Peter Eberhardt, vom Tierschutzverein Städtedreieck e.V., klar.
Das ehrenamtliche Engagement allein kann diese Mammutaufgabe nicht stemmen, Tierschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so
Peter Eberhardt weiter: ,,Viele Tierheime kämpfen um ihre Existenz. Bund, Länder und Kommunen sind hier in der Pflicht. Zumal der
karitative Tierschutz auch als Folge von Gesetzgebung immer mehr belastet wird.“
Die Situation der Tierheime ist prekär. Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Gesetzgebung, wie z. B. die Hunde-
verordnungen der Länder, schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Immer mehr Tiere - vor allem alte und kranke - werden
aus finanziellen Gründen abgegeben, was sich wiederum auf die Vermittlungsdauer auswirkt. Notwendige Investitionen beispielsweise in
neue Hunde- und Katzenhäuser, oder auch die Sanierung, können nicht realisiert werden,
Das Kampagnenmotiv, die aktuelle Unterschriftenliste, ein Interview mit der Leiterin der Rechtsabteilung zum Thema Fundtierbetreuung
sowie viele weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: www.rettet-die-tierheime.de
Igel im Herbst
16.09.2010
Jahrelang war man schnell bereit, Igel, die nicht rechtzeitig in den Winterschlaf fielen in
menschliche Obhut zu nehmen, um sie aus vermeintlicher Todesgefahr zu retten. Heute
weiß man: Nicht jeder Igel braucht im Herbst unsere Hilfe – aber jede Hilfe muss richtig
sein.
Für einen gesunden Igel ist es immer besser im Freien statt in Gefangenschaft zu
überwintern. Die meisten Igel sterben in menschlicher Obhut. Darum dürfen auf keinen Fall
Igel, die ihr Überwinterungsgewicht erreicht haben oder noch erreichen können,
mitgenommen werden.                                                                                                                            Bildquelle: Elke Barbara Bachler / pixelio.de
Leicht untergewichtigen oder jungen Igeln hilft man im Herbst – aber auch im Frühjahr – zunächst durch das Einrichten einer Futterstelle
im Garten. Dann erübrigt es sich oft, untergewichtige Igel in menschliche Betreuung zu nehmen. Für die Fütterung eignen sich:
Hundefeucht- und Welpentrockennahrung, mit Igeltrockenfutter vermischtes, ungewürztes Rührei oder Katzendosennahrung,
Erdnussbruch und ungeschwefelte Rosinen. Um das Futter vor ungebetenen Gästen wie Katzen oder Vögeln, aber auch vor Regen zu
schützen, wird es abends in eine mit zwei 10x10 Zentimetern kleinen Einschlupflöchern versehene Kiste gestellt. Eventuelle Futterreste
müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüsseln heiß gespült werden.
Das Körpergewicht alleine ist kein Maßstab, um die Hilfsbedürftigkeit eines Igels zu beurteilen. Darüber hinaus müssen auch die
geographische Lage seines Wohnortes, die jeweiligen Witterungsbedingungen und seine körperliche Konstitution berücksichtigt werden.
Igel, die im November jedoch deutlich unter 500 Gramm wiegen, haben ohne Zufütterung kaum eine Aussicht, das nächste Frühjahr zu
erleben.
Weitere Informationen zum Tierschutz finden Sie auf unserer Homepage www.tierschutz-sde.de.
Angler und Tierschutz arbeiten zusammen
12.08.2010
Am Dienstag, dan 10. August 2010 fanden Angler eine behinderte Graugans. Die Gans
hat einen verkrüppelten Fuß, sowie einen falsch zusammengewachsenen Flügel. Die
Angler hatten Mitleid mit dem Tier und verständigten daher den Tierschutzverein
Städtedreieck e.V.. Der Tierschutzverein nahm sich der Graugans an. Da feststand,
dass die Gans durch ihre körperlichen Behinderungen den kommenden Winter nicht
überleben würde, suchte man nach einem geeigneten Pflegeplatz. Dieser fand sich auf
dem Birkhof.
Peter Eberhardt, 1. Vorsitzender des Tierschutzvereins Städtedreieck e.V., freute sich,
dass durch das Zusammenwirken von tierfreundlichen Menschen dieser Graugans
geholfen werden konnte.
Den Preis für Billigfleisch zahlt das Schwein
02.08.2010
Mit rund 40 Millionen Schweinen pro Jahr ist die Bundesrepublik Deutschland in der EU
einsamer Spitzenreiter bei der Erzeugung von industriellem Schweinefleisch.
Längst ist das Schwein in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden – mit all
seinen schrecklichen Konsequenzen. Um möglichst kostengünstig produzieren zu können,
werden jegliche Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes missachtet, sodass Schweine in
Deutschland ein kurzes, schreckliches Dasein fristen – von einem würdigen Leben kann zu
keinem Zeitpunkt die Rede sein.
In Großbetrieben werden Schweine möglichst schnell unter grausamsten Bedingungen zur
Schlachtreife gemästet. Die Betriebe werden durch Subventionen gefördert. Den Betrag kann
man unter http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche finden. Auf Vollspaltenböden in
dunklen, engen Ställen vegetieren sie, zur Regungslosigkeit verdammt, dahin.
Kreislaufschwäche, Gelenk- und Muskelkrankheiten; Druckstellen, Hautabschürfungen und
Klauenverletzungen sind die Folge. Die entsetzlichen Bedingungen in der industriellen
Schweinehaltung sind nicht tiergerecht und widersprechen dem Tierschutzgesetz wie auch dem
Grundsatz Art. 20 a, nach dem Tierschutz endlich Staatsziel geworden ist.
Deutschland scheint seine Vorreiterrolle im Tierschutz aufgeben zu wollen und droht ins
europäische Mittelmaß abzufallen. Wirtschaftliche Gründe dienen dabei als Rechtfertigung für
die unendlichen Qualen in deutschen Schweinehaltungsbetrieben. Den hohen Preis für billiges Schweinefleisch bezahlt das Tier.
Nein zum Stierkampf!
06.07.2010
Rund 30.000 Stiere werden Jahr für Jahr in spanischen Stierkampfarenen zu Tode gequält.
Wenn die Corrida beginnt, ist der Stier bereits durch Schläge und Stiche, Wasser- und
Nahrungsentzug geschwächt. Nicht Tradition und Kultur, sondern die Neugier und
Sensationslust der Touristen sind verantwortlich für die Qual der Tiere. Helfen Sie, diese
brutale Tierquälerei zu beenden.
Was können Sie tun?
-
Besuchen Sie in Ihrem Urlaub keinen Stierkampf.
-
Kaufen Sie keine Stierkampf-Souvenirs.
-
Schreiben Sie an den Spanischen König (Su Majestad Don Juan Carlos, Palacio De La Zarzuela, Madrid, Espana) und
protestieren Sie gegen den Stierkampf.
-
Fordern Sie Ihre/n EG-Abgeordente/n auf, sich für ein europaweites Verbot des Stierkampfes einzusetzen.
-
Informieren Sie auch andere über diese Kampagne.
Tierschutzverein Städtedreieck e.V. warnt Tierhalter:
Auch Hund, Katze, Kaninchen und Co. leiden unter
den sommerlichen Temperaturen
02.07.2010
„Hund im Auto erstickt.“ In den Sommermonaten wieder die gleichen
Schreckensmeldungen. Und tatsächlich: Gerade das Auto wird für viele Tiere zur
tödlichen Falle: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und
Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Der
Tierschutzverein Städtedreieck e.V. fordert daher alle Tierhalter auf,
Vorkehrungen zu treffen, um ihre Tiere vor den Folgen der Hitze zu schützen.
„Passanten, die feststellen, dass ein Tier in einem in der prallen Hitze stehenden
Auto zurückgelassen wurde, sollten keine Hemmungen haben, die Polizei zu
verständigen oder den Tierschutzverein (Tel.: 09471/3533) anzurufen“, appelliert
Peter Eberhardt, Vorsitzender des Tierschutzvereins Städtedreieck e.V.
Gerade bei steigenden Temperaturen ist es ganz besonders wichtig, auf die Tiere zu achten. Sie brauchen ein kühles Plätzchen, Schatten und
immer – wie auch sonst – ausreichend frisches Wasser zur Verfügung. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich jedoch nicht als
Trinkwasser für Tiere. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten sich selbst ein Plätzchen in der Wohnung suchen können, an dem
die ihnen genehmen Temperaturen herrschen.
Käfigtiere, die der Sonne nicht ausweichen können, dürfen nie in der prallen Sonne stehen. Wer arbeiten geht, sollte bedenken, dass sich der
Sonnenstand im Laufe des Tages ändert: Wo morgens noch kühler Schatten ist, herrscht nachmittags womöglich glühende Hitze. Ein frischer
Wind bringt zwar ein wenig Abkühlung, doch dürfen die Käfige niemals im Durchzug stehen. Auch das Wasser im Aquarium kann sich für
die Insassen lebensbedrohlich aufheizen. Notfalls sollten Aquarianer in kleinen Mengen kaltes Wasser nachfüllen um das Fischsterben zu
verhindern.
Für Hundehalter gilt, dass der Spaziergang bevorzugt in die Morgen- und Abendstunden verlegt wird, wenn die Temperaturen gemäßigter
sind. Andernfalls können – gerade bei älteren Tieren - Kreislaufprobleme auftreten. Lässt man den Hund im Auto zurück, kann dies tödlich
enden – auch dann, wenn der Wagen im Schatten steht. Denn zum einen kann sich der Sonnenstand verändern und der Wagen binnen kurzer
Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein, und zum anderen kann sich ein Wagen auch im Schatten so erwärmen, dass das Tier leidet und
ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt. Auch das offene Schiebedach und das einen Spalt breit geöffnete Fenster helfen hier nicht.
Tierschutzverein Städtedreieck e.V. informiert: 1. Juli – Tag gegen Tiertransporte
21.06.2010
Noch immer erleiden Millionen von Tieren Höllenqualen bei Tiertransporten. Unbegrenzte
Transportzeiten, qualvolle Enge, drückende Hitze und unerträglicher Durst – so sieht die
Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa nach wie vor aus. Anlässlich des Aktionstages
gegen Tiertransporte am 1. Juli fordert der Tierschutzverein Städtedreieck e.V. die grauenhaften
Zustände zu beenden. Die angekündigte Überarbeitung der EU-Transportvorschriften
hinsichtlich der Transportzeiten und Ladedichten muss kompromisslos an den Bedürfnissen der
Tiere ausgerichtet sein und endlich zu einer Verbesserung aus Tierschutzsicht führen, so der
Vorsitzende.
Misshandlungen beim Verladen, qualvolle Enge in den Transportern, drückende Hitze, unerträglicher Durst und schmerzhafte Verletzungen
– so sieht die Realität bei vielen Transporten lebender Tiere in Europa noch immer aus. An die Leiden der Tiere, die oftmals über Tausende
von Kilometern zu den Schlachthöfen transportiert werden, erinnert der 1. Juli, der Aktionstag gegen Tiertransporte.
Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und 4 Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten
transportiert. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden
Vorgaben. Pferdetransporte von Litauen nach Italien, Schweinetransporte von Dänemark nach Osteuropa: Es gibt kein Limit, wann ein
Transport enden muss. Vielfach werden die Tiere tagelang durch Europa und weiter gekarrt, nur um geschlachtet zu werden. „Es gibt keinen
vernünftigen Grund dafür, dass Tiere solchen Strapazen ausgesetzt werden“, kritisiert Peter Eberhardt vom Tierschutzverein Städtedreieck
e.V.
Obwohl schon für das Jahr 2008 eine Überarbeitung der bestehenden EU-Gesetzgebung angekündigt war, wird diese weiter verschoben.
Wie der EU-Verbraucherschutz-Kommissar John Dalli verlauten ließ, werde man erst einen Bericht zur Situation der Tiertransporte
abwarten, bevor man Gesetzesinitiativen in Betracht ziehen würde. Dieser Bericht ist allerdings nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2011 zu
erwarten. In absehbarer Zeit ist also nicht zu erwarten, dass sich etwas an Transportzeiten, Platzangebot und Temperaturvorgaben ändert.
Warum für Kaninchen Deutschland Hölle statt Höhle ist:
Darum!
28.05.2010
Jedes Jahr werden allein in Deutschland ca. 33.000 Tonnen Kaninchenfleisch
produziert, das entspricht etwa 25 Millionen Kaninchen - Tendenz steigend.
Immer mehr Kaninchen fristen ihr Leben als Mastkaninchen in eintönigen
Drahtgitterkäfigen, häufig sogar in mehreren Etagen übereinander. In dieser
Batteriehaltung sind die Tiere praktisch zur Bewegungsunfähigkeit verdammt:
„Hoppeln“ oder sogar „Männchen machen“ – Fehlanzeige. Deshalb leiden die
Kaninchen unter schmerzhaften Pfotengeschwüren, Gelenkproblemen und
schweren Verhaltensstörungen. Die unnatürliche Fütterung mit einseitigem
Trockenfutter führt nicht selten zu todbringenden Magen-Darm Krankheiten.
Dem artgemäßen Verhalten der Tiere muss endlich Rechnung getragen werden:
Sie brauchen dringend mehr Platz, Rückzugsbereiche, Einstreu, Nagematerial
und strukturiertes Futter wie Heu und Gras. Die Einzelhaltung sowie die Haltung
in unstrukturierten Käfigen und auf Drahtgitterböden müssen verboten werden!
Seit 1998 arbeitet der Europarat im Rahmen seines Europäischen Übereinkommens zum Schutz der Tiere in landwirtschaftlichen
Tierhaltungen an einer Empfehlung zur Kaninchenhaltung. Obwohl die geplanten Anforderungen immer mehr reduziert wurden, wird
weiterhin vergeblich auf einen Abschluss gewartet ... Umso stärker ist Deutschland in der Pflicht, seiner Ankündigung nachzukommen,
nationale Mindestanforderungen an die Haltung von Kaninchen zu erlassen.
Doch wenn die Politik versagt, müssen die Verbraucher handeln.
Deshalb rät der Tierschutzverein Städtedreieck e.V.:
-
Boykottieren Sie die intensive Kaninchenmast – verzichten Sie auf Kaninchenfleisch!
-
Wenn Sie weiterhin Kaninchenfleisch essen möchten, schauen Sie genau hin: Kaufen Sie nur Fleisch von Tieren, die tiergerecht und
mit Auslauf gehalten wurden.
Stroh statt Gitter – für ein artgerechtes Leben der Mastkaninchen!
Keine Tierqual für das Festessen
30.03.2010
Beim Gedanken an die Herkunft des traditionellen Festtagsessens vergeht Tierschützern oft der Appetit. „Delikatessen“ wie Gänseleber,
Ente oder Kaninchen seien mit grausamen Haltungsbedingungen verbunden. Das gelte auch für viele andere Tierarten. „Was als
knuspriger Braten serviert wird, hat meist einen langen, leidvollen Weg hinter sich, so Peter Eberhardt vom Tierschutzverein
Städtedreieck.
Viele Verbraucherinnen und Verbrauchen wissen nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden, die schon jetzt auf dem
Speiseplan für die Feiertage stehen. Die Tiere leben in industriellen Systemen, die keine Rücksicht auf ihre natürlichen Bedürfnissen
nehmen. Kaninchen werden ähnlich wie Hühner in Intensivhaltungen mit Käfigbatterien gehalten, stellen die Tierschützer fest. In
eintönigen Käfigen, oft über mehrere Etagen übereinander gestapelt, vegetieren die Tiere unter unwürdigen Bedingungen. „Weder in
Deutschland, noch europaweit gibt es bislang rechtliche Bestimmungen, die die Haltung von Kaninchen konkret regelt“, so der
Tierschutzverein Städtedreieck. Die Tierschützer fordern daher gemeinsam mit ihrem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, ein
Verbot der Käfighaltung von Kaninchen.
Gänse- und Entenstopfleber sollten ein Tabu sein, da diese Tiere durch die Zwangsfütterung, die nach dem Deutschen Tierschutzgesetz
verboten ist, besonders grausam gequält würden. Auf der Suche nach einem „besonderem Festmahl“ für die Familie greifen immer mehr
Menschen auf das Fleisch von exotischen Tieren zurück. Der Tierschutzverein Städtedreieck rät dabei z.B. vom Straußenfleisch ab:
„Diese Tiere können beispielsweise in Deutschland nicht artgerecht gehalten werden und leiden unter dem hiesigen Klima“.
Eine Alternative zu solchen Gerichten seien vegetarische Menüs, so Peter Eberhardt. Wer auf Fleisch nicht verzichten wolle, sollte darauf
achten, dass es aus artgerechter Tierhaltung stammt. Zu finden sei dies beispielsweise bei Bauern, die dem NEULAND e.V.
angeschlossen sind.
Da bei dem Osterei aus dem Supermarkt keine Kennzeichnungspflicht besteht, könnte es durchaus sein, dass dieses aus Käfighaltung
kommt. Es ist anzuraten Eier aus artgerechter Tierhaltung zu erwerben und diese dann selbst zu färben.
Nach dem Winterschlaf:
Gefährliches Leben für Garten-Igel
10.03.2010
Nicht nur der Straßenverkehr wird für zahllose Igel zur tödlichen Falle, auch in Parks
und Gärten sind sie nicht sicher. Es sei denn, der Gartenbesitzer kennt die Gefahren und
beugt entsprechend vor.
Während in Gärten und Gartenanlagen der Winter buchstäblich weggefegt wird und
Besitzer oder Gärtner wieder Ordnung ins Grün bringen, säen und neu pflanzen, suchen
sich die aus dem Winterschlaf erwachten Igel geschützte Eckchen als Tagesschlaf– oder
Ruheplätze, die Weibchen auch geeignete Orte für sich und den Nachwuchs. Und zwar
genau dort, wo wir Menschen mit der Gartenarbeit beginnen.
Da ist der Komposthaufen, bei dessen Umsetzen mit einer Mistgabel die Tiere schwer
verletzt, sogar getötet werden können. Tellersense oder Kantenschneider finden in
Nischen, unter Hecken und Sträuchern Einsatz – genau da, wo sich Igel geschützt
fühlen. Auch Rasenmäher und Laubsauger werden oft zur qualvollen Todesfalle für Igel,
die sich im hohen Gras oder unter einer Laubschicht sicher wähnen.
Gefahr für Igelmütter und ihren Nachwuchs
Im Sommer und Herbst wächst das Risiko noch, denn ab August sind die Igelmütter vermehrt unterwegs, um sich ausreichend mit
Energie zu versorgen. Weibchen, die in diesen Wochen verunglücken, bedeuten den sicheren Tod der Igelbabys, die nackt, blind und
hilflos zur Welt kommen und ausschließlich von der Mutter aufgezogen werden. Die Kleinen selbst erobern sich ihre Welt im Alter von
knapp drei Wochen und sind dabei noch sehr ungeschickt.
Tipps für den igelfreundlichen Gärtner
Wenn Sie versehentliche Verletzungen ausschließen wollen, sollten Sie:
1.
vorsichtig beim Umsetzen des Kompostes mit der Gabel hantieren und die Zinken nur sehr langsam einführen
2.
Motor– und Tellersensen sowie Kantenschneider möglichst gar nicht einsetzen. Wenn doch, vorher die Schnittstellen per Hand
absuchen
3.
Hohes Gras erst nach gründlicher Suche Lage für Lage mähen
4.
Auf Laubsauger verzichten oder die Blasfunktion auf niedriger Stufe einsetzen, um Blätter unter Hecken zu blasen. Darin
befinden sich unzählige Kleinstlebewesen, die für Igel eine wichtige Nahrung sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, benutzt
keine gefährlichen Gartengeräte, die im naturbelassenen Garten auch nicht nötig sind.
Weitere Informationen: www.pro–igel.de
Frühlingszeit – Gefahrenzeit für Tiere!
Tierschutzverein Städtedreieck e.V. bittet Autofahrer um Vorsicht
                              20.03.10
Die Gefahren, die der Frühling insbesondere
für wild lebende Tiere mit sich bringt, werden
von Autofahrern vielfach unterschätzt. Vor
allem Tiere, deren Lebensraum von Straßen
durchschnitten ist, werden im Frühjahr häufig
Opfer von Verkehrsunfällen. Neben wan-
dernden Kröten sind insbesondere Rehe und
Wildschweine, aber auch viele Vögel und
Kleinsäuger wie Hasen, Marder und Füchse
betroffen.
Mit steigenden Tagestemperaturen beginnt die alljährliche Krötenwanderung. Insbesondere Erdkröten, aber auch zahlreiche andere
Amphibien wie Spring- und Grasfrösche, Molche und Salamander, wandern jetzt zu Tausenden innerhalb weniger Wochen von ihren
Winterquartieren zu den Laichgewässern. Eine erhebliche Gefahr geht dabei vom Autoverkehr aus. Beim Überqueren der Straßen, die ihre
natürlichen Wanderrouten kreuzen, sterben zahlreiche Tiere. Der Tierschutzverein Städtedreieck e.V. appelliert daher an alle Autofahrer,
Rücksicht auf die Tiere zu nehmen. Insbesondere in der Dämmerung und bei feuchter Witterung sollten Autofahrer besonders vorsichtig
sein, auf Hinweisschilder achten und das Tempo drosseln.
Vorsicht ist nicht nur in Gegenden geboten, in denen Kröten wandern, sondern in allen Regionen, in denen Wälder und Felder von Straßen
durchzogen sind. Hier können Rehe, Wildschweine und Füchse, aber auch viele in Deutschland heimische Kleinsäuger die Straßen
kreuzen. Alljährlich werden allein mehr als 200.000 Rehe und Hirsche und weit über 20.000 Wildschweine durch Unfälle im
Straßenverkehr getötet. Die Opferzahlen bei Vögeln und Kleinsäugern wird um vielfaches höher geschätzt. Das immer dichter werdende
Straßennetz und der insgesamt zunehmende Straßenverkehr werden vielen wild lebenden Tieren zum Verhängnis. Auch „Auch Marder,
Feldhasen und andere Kleinsäuger werden bei dem Versuch, die Straßen zu überqueren, um zu Futterstellen oder in ihren Bau zu gelangen
von Fahrzeugen erfasst“, erläutert Peter Eberhardt vom Tierschutzverein Städtedreieck e.V.
Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Erdkröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von
Krötenzäunen, -tunneln oder –brücken reagiert wird, können wild lebende Säuger nur unzureichend durch Zäune geschützt werden.